Die Schweiz trifft am Sonntag in Kansas City auf Argentinien – und der Titelverteidiger kommt mit klaren Warnungen. Lionel Scaloni, Argentiniens Trainer, bezeichnete die Nati am Freitag als «hervorragende Mannschaft», die «immer kämpfen» würde. «Es gibt keine leichten Gegner», sagte Scaloni nach zwei nervenaufreibenden Siegen gegen Außenseiter in den K.-o.-Runden. Die Albiceleste hatte sich zuvor gegen Kap Verde und Ägypten jeweils nur knapp durchgesetzt, während die Schweiz zuletzt mit einem 3:1-Sieg über Paraguay am 19. Juli 2026 die letzte Hürde genommen hatte.

Warum Scaloni die Schweiz ernst nimmt

Der Argentinier betonte, dass die Nati «sehr erfahrene Spieler» habe und «wirklich ein harter Gegner» sei. «Sie geben nie auf», sagte Scaloni. Die Schweiz hatte sich im Achtelfinale mit einem 2:0-Sieg gegen die Niederlande durchgesetzt und dabei defensiv überzeugt. Scaloni räumte ein, dass Argentinien in den ersten beiden K.-o.-Partien «sehr schwergetan» hatte. Die Schweiz geht also als Außenseiter ins Spiel, doch die Formkurve stimmt: Die Nati bleibt seit fünf Spielen ungeschlagen (3 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage).

Messi bleibt Messias – trotz Alter 39

Trotz Messis 39 Jahren und sechs WM-Spielen in diesem Turnier zeigt sich Scaloni überzeugt: «Er ist fit, er hat einen Fitnesscoach.» Der Trainer betonte, dass Messi «bei diesem Turnier nicht weniger rennen» würde als zuvor. «Es ist wie immer, er ist immer bereit», sagte Scaloni. Argentinien setzt auf den Rekordtorschützen, der bei dieser WM bereits drei Tore erzielte. Scaloni sieht in Messi weiterhin den «Besten – wenn er das möchte». «Natürlich wird es einen Zeitpunkt geben, an dem er aufhört. Aber so lange will er der Beste bleiben», so der 48-Jährige.

Was die Schweiz mitbringen muss

Die Nati muss ihre defensive Stabilität gegen eine argentinische Offensive mit Messi, Julián Álvarez und Enzo Fernández verteidigen. Die Schweiz setzte in den letzten Spielen auf Konterfußball und schnelle Flügelspieler wie Granit Xhaka und Noah Okafor. Trainer Murat Yakin setzt auf eine kompakte Formation, um Argentiniens Druck standzuhalten. Die Schweiz hat in den letzten fünf Spielen nur ein Gegentor kassiert und steht damit defensiv stabil da.

Blick auf die nächste Runde

Sollte die Schweiz das Viertelfinale überstehen, wartet im Halbfinale ein Topfavorit – oder ein weiterer harter Brocken. Die Nati bleibt vorerst im Fokus, doch die nächsten Aufgaben sind bereits bekannt: Am 26. September 2026 geht es in Skopje gegen Nordmazedonien in die Nations League. Die Schweiz bleibt damit auch nach der WM 2026 im Blickfeld der europäischen Konkurrenz.