Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale 2026 in Kansas City ausgeschieden – und Nationaltrainer Murat Yakin (51) hat nach dem 1:3 n.V. gegen Argentinien klare Worte für die umstrittene Entscheidung gegen Breel Embolo (29) gefunden. Der Stürmer sah nach einer VAR-Prüfung wegen einer Schwalbe die zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot. Letzter Stand: Argentinien 3-1 Schweiz (12.07.2026).

Was passierte in Kansas City?

Embolo wurde in der 90. Minute für eine Schwalbe mit Gelb bestraft – seine zweite Verwarnung im Spiel. Die Karte kam nach einer VAR-Überprüfung wegen einer vermeintlichen „Spielerverwechslung“ zustande. Doch die TV-Bilder zeigten klar: Embolo hatte sich ohne Einwirkung des Gegners fallen lassen. Die Schweiz protestierte gegen die Entscheidung, doch das Spiel war bereits zerstört. Letzte fünf Spiele der Schweiz: 3 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage (LDWWW, zuletzt am 12.07.2026).

Yakin sagte auf der Pressekonferenz: „Wir waren dominant und spielbestimmend. Dann werden wir für eine Regel bestraft, die absolut nichts mit Fußball zu tun hat.“ Seine Kritik galt aber auch der Gelben Karte für Argentiniens Leandro Paredes in der zweiten Halbzeit. Der Trainer fand die Verwarnung für den Argentinier „zu hart“ – eine ungewöhnliche Position für einen Nationalcoach.

Warum die VAR-Entscheidung Yakin wütend macht

Der Schweizer Trainer argumentierte, dass Paredes zuvor mit gestreckten Beinen in seine Spieler gegrätscht sei und sogar Kopfstöße gesetzt habe – ohne dass der Schiedsrichter eingegriffen hätte. „Für solche Fouls gibt es keine Karte, aber bei einer harmlosen Situation zückt er dann Gelb“, so Yakin. Seine Wut galt nicht nur der eigenen Niederlage, sondern der Einführung einer Regel, die für ihn „unnötig“ sei.

Embolo selbst war „am Boden zerstört“, wie Yakin bestätigte. Der Stürmer hatte zuvor noch das 1:2 erzielt, doch der Platzverweis machte alles zunichte. Die Schweiz schied damit zum dritten Mal in Folge im WM-Viertelfinale aus – diesmal mit einem besonders bitteren Nachgeschmack.

Was kommt als Nächstes für die Nati?

Die Schweiz steht nun vor der nächsten Herausforderung: Am 26. September 2026 geht es in Skopje gegen Nordmazedonien. Nächster Gegner: Nordmazedonien (Auswärts, 26.09.2026). Die Frage ist, ob die Nati aus der Niederlage lernen und in der Nations League wieder angreifen kann. Yakin bleibt vorerst im Amt, doch die Kritik an der VAR-Entscheidung wird die Debatte um die Zukunft des Teams prägen.

Die Schweiz muss nun nach vorne blicken – auch wenn der Abschied von Kansas City schmerzhaft war.