Nico Elvedi hat seine wichtige Position in der Schweizer Nationalmannschaft zurückerobert. Der 29-jährige Innenverteidiger überzeugte beim 3:0-Auswärtssieg gegen Nordmazedonien am Samstagabend und zeigte nach einem schwierigen Sommer wieder Weltklasse.

Seine Wandlung ist eng mit dem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Leeds United im August verbunden. Elvedi hatte zuvor elf Jahre bei den Fohlen gespielt, 318 Pflichtspiele absolviert und war zum ausländischen Rekordspieler der Gladbacher Bundesliga-Geschichte aufgestiegen. Die zweite Saisonhälfte war jedoch von Formschwächen geprägt, die auch seine Rolle bei der EM 2024 kosteten. Er war einer von nur sechs Spielern im Schweizer Kader, der in Deutschland kein einziges Minute spielte.

Belastung durch gescheiterten Transfer

Der Defensivstratege räumte ein, mental nicht voll da gewesen zu sein. „In meinem Kopf war ich nicht vollständig dabei“, gestand er. Diese Phase hing mit einem gescheiterten Wechsel zu Wolverhampton Wanderers zusammen, der ihn belastete. Statt zu wechseln, unterschrieb er einen neuen Vertrag in Mönchengladbach, wurde zu Saisonbeginn aber nicht mehr berücksichtigt. Der Neuanfang in Leeds unter Trainer Daniel Farke, der ihn bereits ein Jahr in Gladbach coachte, brachte die Wende. „Es war eine sehr große Veränderung“, sagte Elvedi über den Schritt in die Premier League, der für ihn einen Traum erfüllte.

Farke, der Elvedi in der Bundesliga-Saison mit den meisten Minuten aller Feldspieler einsetzte, hat großes Vertrauen in den Schweizer. „Wenn er in seinem Top-Flow ist, ist er einer der besten Innenverteidiger in Europa. Das hat er über Jahre nachgewiesen“, sagte der Leeds-Cheftrainer. Diese Form zeigte Elvedi nun auch wieder im Nationaltrikot. Nach 74 Länderspielen fühlte er sich gegen Nordmazedonien so sicher wie zuletzt bei der Weltmeisterschaft. „Ich hatte das Gefühl, jeden Zweikampf zu gewinnen“, erklärte er.

Führungsrolle und Zukunft

Elvedi, der in Gladbach zum Vize-Kapitän aufgestiegen war, will seine Erfahrung nun der Nati einbringen. „Ich will noch einmal etwas erleben“, betonte er emotional. Die aktuellen Daten unterstreichen die positive Entwicklung des Teams. Die Schweiz führt ihre Weltcup-Qualifikationsgruppe mit 7 Punkten aus 3 Spielen an und hat in den letzten fünf Partien dreimal gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Die komplette Statistik und den aktuellen Kader finden Sie auf unseren Seiten.

Der nächste Prüfstein wartet bereits am Dienstag mit dem Auswärtsspiel in Schottland. Für Elvedi und die Mannschaft geht es darum, die Führung in der Gruppe zu festigen. Die positive Dynamik, die mit dem klaren Sieg in Skopje begann, soll fortgesetzt werden. Die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel können Sie in unserem Spielplan verfolgen. Elvedis Comeback ist ein zentraler Baustein für den weiteren Erfolg der Schweizer Nationalmannschaft in dieser Qualifikationsphase.

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