Lucas Malcotti hat Geschichte geschrieben. Der 31-jährige Fechter aus dem Kanton Wallis ist der erste Schweizer, der im Einzel-Weltmeisterschaftsfinale eine Goldmedaille für seine Heimat gewonnen hat. Vor ihm war nur Anja Straub in den Frauenwettbewerben 1989 erfolgreich gewesen.
Malcotti setzte sich im Finale gegen den Italiener Davide Di Veroli mit einem knappen 12:11-Sieg durch. Im Achtelfinale hatte der Fechter bereits eine Überraschung realisiert, als er den Ungarn Gergely Siklosi mit 15:11 besiegte.
Im Viertel- und Halbfinal musste Malcotti zweimal in die Verlängerung. Gegen den Russen Dimitri Schwelidse schaffte er es im Finale der besten Acht, indem er mit 12:11 durchsetzte. Auch gegen den Aussenseiter Khalifah Alomairi aus Saudi-Arabien musste Malcotti knapp gewinnen (13:12).
Nach seinem Erfolg sagte der Fechter, das Glück sei auf seiner Seite gewesen. Er habe während des Wettkampfs keine Zeit gehabt, sich mit einem Sieg zu befassen, da er im Vorfeld mit einer Verletzung zu kämpfen hatte.
Malcotti hat nun die Augen auf den Teamwettbewerb gerichtet, bei dem er und seine Mannschaft am Mittwoch in Hongkong nachdoppeln wollen. Mit diesem Sieg will der 31-jährige Fechter den Schweizer Olympiameister für die Spiele 2028 in Los Angeles sichern.
