Neun Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada haben sich die Regelhüter des internationales Fußballverbands zu einem umstrittenen Platzverweis seines Schweizer Nationalspielers Breel Embolo geäußert. Der Videoassistent (VAR) habe vor dem gelb-roten Kartenzeigeton für Embolo im Viertelfinale gegen Argentinien eindeutig einzugreifen gehabt, erklärte das International Football Association Board (Ifab).
Im Spiel beim Stand von 1:1 zeigte Schiedsrichter João Pinheiro den Argentinier Leandro Paredes zuerst mit einem Gelben. Auf dem Ruder des VAR, nahm der Portugiese die Karte zurück und zeigte Embolo stattdessen Gold-rot wegen einer Schwalbe.
Das Ifab bekräftigte, dass nach der Spielregel nur eine gelbe Karte, nicht um den Spieler zu identifizieren, sondern das Vergehen selbst überprüft werden dürfe. Die Uefa bestärkte diese Entscheidung und betonte mit seinen Schiedsrichterchefs in einem Treffen, dass der VAR nur bei offensichtlichen Fehlern eingreifen solle.
Videoassistent nur für eindeutige Fehler
Die Art, wie die Regel beim Weltmeisterschaft in diesem Fall und auch zuvor im Gruppenspiel der USA gegen Paraguay angewendet wurde, sei aufgeschlossen bejubelt worden. Das Ifab erwähnte, dass dieser Prozess während der WM positiv aufgenommen werden würde und jetzt zur Überprüfung des Protokolls für den Videobeweis in den Spielregeln einbezogen werde.
Konsistente Anwendung verlangt
Die Kritik an dem VAR zeigte auch, dass mehr Klarheit in der Regelung nötig sei. Nach Angaben der Uefa soll die Schiedsrichterteam weiterhin das Mittel in ihrem eigenen Ermessen nutzen, um ein konsistentes Bild zu erzielen.
Die Äußerung der Regelhüter und der europäische Fußballverband weist darauf hin, dass das VAR noch nicht vollständig und gut integriert ist. Ein klares Handlungsvektor wird in den kommenden Monaten und Jahren die Stärkung des Systems um einheitliche Anwendung der Regeln.
