Die Nati verpasste bei der Fußball-WM 2026 ihr erstes Halbfinale. Im Viertelfinale unterlag sie Argentinien mit 1:3 nach Verlängerung – und das trotz eines starken Treffers von Dan Ndoye (67.). Das Spiel endete nach regulärer Spielzeit 1:1, doch der Platzverweis gegen Breel Embolo (72.) und die Tore von Julián Álvarez (112.) sowie Lautaro Martínez (120.+1) besiegelten die Niederlage. Letzter Gegner war am 27. März 2026 die deutsche Mannschaft – damals gewann die Schweiz 3:4 in Frankfurt.

Was passierte im Spiel?

Argentinien ging früh durch Alexis Mac Allister (10.) in Führung, der nach einer Messi-Ecke per Kopfball traf. Die Schweiz glich erst spät aus: Dan Ndoye nutzte eine Kombination und köpfte nach 67 Minuten zum 1:1 ein. Doch dann flog Breel Embolo wegen einer Schwalbe nach Videobeweis vom Platz – die Proteste der Eidgenossen halfen nichts. In der Verlängerung traf Julián Álvarez mit einem Traumtor (112.), bevor Lautaro Martínez den Endstand besiegelte (120.+1).

Warum die rote Karte alles änderte

Embolos Platzverweis war der Wendepunkt. Die Schweiz spielte bis dahin geordnet, doch mit zehn Mann fehlte der Mannschaft die nötige Präsenz im Angriff. Murat Yakin, der Trainer der Nati, sagte nach dem Spiel: „Es ist sehr schade, dass wir auf diese Art und Weise ausscheiden.“ Die Eidgenossen hatten kaum Torchancen und schwächten sich selbst.

Verletzungspech trifft Johan Manzambi erneut

Ein weiterer Dämpfer: Johan Manzambi fehlte erneut – diesmal wegen einer Knieprellung. Der 20-Jährige, der bei der WM 2026 mit drei Toren glänzte, konnte auch gegen Argentinien nicht auflaufen. Statt seiner spielte Djibril Sow im zentralen Mittelfeld. Die letzte Partie vor dem Viertelfinale gewann die Schweiz mit 3:2 gegen Ägypten – doch das Achtelfinale war knapp.

Was kommt als Nächstes für die Nati?

Die Schweiz muss sich neu orientieren. Das nächste Spiel steht bereits fest: Am 29. September 2026 geht es in Schottland auf Tuchfühlung. Die letzten fünf Partien der Nati endeten mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage (LWWWD). Doch der Fokus liegt nun auf der Aufarbeitung – und der Frage, wie die Mannschaft nach dem frühen WM-Aus gestärkt aus der Krise hervorgeht.